Die Geburtsstunde von Salsa Paradiso

pasta-pomodoro-3Immer wieder werde ich gefragt, wie ich auf die Idee für Salsa Paradiso gekommen bin. Dann fange ich heute mal an, euch die Geschichte zu erzählen. 2010 hatte ich zum ersten Mal den Gedanken, meine private Leidenschaft, das Kochen – damit ganz eng verbunden natürlich das Essen und der pure Genuss – zu meinem Beruf zu machen. Ich hatte zwar schon zwei Jahre zuvor mit dem Catering begonnen, aber parallel dazu weiterhin meinen Beruf als Marketing- und PR-Managerin ausgeübt. Irgendwann spürte ich den großen Wunsch ein eigenes Produkt zu entwickeln und zu vermarkten. Es rumorte einige Wochen in mir, bis ich mich entschloss kurzerhand einen mir bekannten, sehr netten EDEKA Marktleiter zum Cappuccino einzuladen und direkt zu fragen, was ich tun müsste, um mein Produkt – welches es noch nicht einmal ansatzweise gab – über diesen Supermarkt anzubieten. „Es muss eine gute Qualität haben und wir können es versuchen, denn so wie ich dich kenne, kann ich mir vorstellen, dass du etwas Tolles entwickelst.“

Herzklopfen! Ich spürte, dass es losging, dass mein Traum wahr werden würde!

Ich überlegte angestrengt was ich Neues, Fantastisches entwickeln könnte, das es bis dato noch gar nicht auf dem deutschen Markt gab? Ein Produkt bei dem ich die Pionierin wäre….Ich besuchte unzählige Supermärkte, Delikatessengeschäfte, Märkte, um auf eine Idee zu kommen, setzte mich unglaublich unter Druck, denn diese Chance wollte ich auf keinen Fall verpassen. Vergeblich – mir fiel einfach nichts ein. Ich spürte, dass ich gedanklich auf dem falschen Weg war und legte eine Pause ein.

Salsa ParadisoMein Leben sah zu jener Zeit aus, wie das von Millionen berufstätigen Müttern – ein täglicher Spagat zwischen Job und dem Wohlergehen des Kindes. Mein Sohn ging in die Schule, hatte dreimal die Woche nachmittags Fußballtraining in Frankfurt, an jedem Wochenende Fußballspiele und Turniere, musste natürlich gefahren werden und brachte als Einzelkind immer viele Freunde mit nach Hause – alles hungrige Jungs, die nicht länger als zwanzig Minuten auf das Essen warten möchten. Hinzu kommt noch, dass diese Generation mit Essen sehr wählerisch ist und wir Mamis die Kinder happy sehen wollen 🙂

Pasta mit Tomatensauce geht immer!

Was natürlich immer schnell ging und was alle liebten – unabhängig von Nationalität und Religion – war Pasta mit Tomatensauce. Die Sauce hatte ich häufig am Wochenende in großen Töpfen aus Pelati – geschälten Tomaten aus der Dose – gekocht und in Tupperware eingefroren. Sie schmeckte natürlich lange nicht so toll, wie jene, die wir aus Neapel kannten, aber sie war trotzdem lecker. Wie sollte sie auch wie das Original schmecken? In Neapel wurde Tomatensauce immer in großen Mengen aus erntefrischen, sonnengereiften Flaschentomaten eingekocht, die schon allein durch das wärmere Klima ein sensationelles Aroma haben. Ich selbst habe diese wunderbare Tomatensauce erst im Alter von neunzehn Jahren bei meinem ersten Besuch in Neapel kennen und lieben gelernt. Der Geistesblitz kam mir eines Tages beim Kochen. Tomatensauce! Und zwar genau jene, auf die wir uns bei unseren Italienurlauben stürzten – aus frischen Tomaten, im August ganz langsam, bei niedriger Temperatur eingekocht.

Wieso war ich nicht früher darauf gekommen?

Ich vermisste sie doch so sehr in Deutschland, denn die paar Gläser, die wir aus dem Urlaub mitbrachten, waren ruck-zuck weggeschlemmt. Klar, gab es schon jede Menge fertiger Tomatensaucen zu kaufen, aber keine davon machte uns glücklich, denn wir waren kulinarisch sehr verwöhnt und eine gute Tomatensauce darf niemals wie eine Pizzasauce schmecken, sondern eben pur nach Tomaten. Hätte es eine Sauce wie Salsa Paradiso zu kaufen gegeben, dann hätte ich sie mit Sicherheit gekauft und wäre selbst nie auf die Idee gekommen. Der Zeitpunkt war geradezu perfekt, denn es war Sommer, kurz vor der Tomatenernte und ich machte mich sofort auf den Weg nach Italien. Dort besuchte ich mehrere Produzenten und entschied mich recht schnell für einen, der sehr professionell ist und bei dem ich ein gutes Gefühl für die Zusammenarbeit hatte. Mit ihm entwickelte ich meine Rezeptur nach neapolitanischem Vorbild für zwei Saucen, mild und pikant. Mit einigen Mustergläsern im Kofferraum kam ich nach Deutschland zurück. Ich musste schnell entscheiden, damit im August noch die Produktion realisiert werden konnte. So trommelte ich die  ganze Familie und ein paar gute Freunde zusammen zur feierlichen Probe an unserem Esstisch.

Ich war furchtbar aufgeregt, denn mir war das Urteil meiner Liebsten ausgesprochen wichtig.

„Ohhhh“, „Ahhhh“, „wunderbar“, „das ist das Original“, „so muss Tomatensauce schmecken“, „macht süchtig“ – ein Stein fiel mir vom Herzen! Jahrelang hatte ich es akzeptiert auf diese wundervolle Tomatensauce zu verzichten und es war mir in unserem schnellen Alltag gar nicht bewusst wie sehr ich sie doch liebte – bis zu dem Moment, als ich entschieden habe dieses wundervolle Aroma für mich und für euch nach Deutschland zu holen.

Nächstes Mal erzähle ich euch wie es weiter ging, meine Lieben und ich werde euch noch viele schöne Rezepte hier schreiben, damit es euch mit Salsa Paradiso ja nicht zu langweilig wird.

Herzlichst,

eure Hermina

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