Von der Neugier auf die Esskultur des Partners getrieben

Der international anerkannte Börsenanalyst Christian Schlegel ist ein „Frankfurter Bub“ und hat fünf Jahre mit seiner französischen Frau Valerie und seinen Kindern in Südfrankreich gelebt. Christian ist passionierter Hobbykoch und ich habe mich sehr gefreut, dass er, trotz seiner vielen beruflichen Reisen, Zeit für ein Gespräch gefunden hat.

Christian, du bist mit einer Französin verheiratet. Wann und wo habt ihr euch kennengelernt?

Wir sind uns in den neunziger Jahren in Frankfurt am Main begegnet.

Seid ihr zu Beginn eurer Beziehung auf kulinarische Differenzen gestoßen?

Passionierter Hobbykoch Christian Schlegel

International anerkannter Börsenanalyst Christian Schlegel

Klar, Deutschland gegen Frankreich/Schweiz, meine Frau ist halb Französin, halb Schweizerin. Das bedeutete so viel wie Äppler (Apfelwein) gegen Chardonnay und Fendant; Handkäs mit Musik gegen Raclette 🙂

Musstet ihr Kompromisse eingehen?

Da wir beide grundsätzlich alles essen, brauchten wir glücklicherweise keine Kompromisse einzugehen. Wir waren eher von der Neugier auf die Esskultur des anderen getrieben.

Hast du eine deutsche Lieblingsspeise?

Was ich immer wieder essen kann ist Rotkraut mit selbstgemachtem Kartoffelpüree und Bratwurst.

Hat deine Frau eine deutsche Lieblingsspeise?

Bei ihr steht Frankfurter grüne Soße mit Ei und Salzkartoffeln ganz hoch im Kurs

Du hast fünf Jahre mit deiner Familie in Südfrankreich gelebt. Wie sind deine kulinarischen Eindrücke in dieser Region?

Ehrlich gesagt waren wir ein wenig enttäuscht. Natürlich gibt es zahlreiche Sterne-Restaurants, die sehr gut sind, aber eben auch sehr kostspielig. Ich behaupte, dass das durchschnittliche deutsche Restaurant besser und günstiger ist, als das durchschnittliche Französische. Das muss nicht für ganz Frankreich gelten, aber an der Cote d’Azur war das mein Eindruck. Auch asiatische oder italienische Restaurants konnten uns nicht wirklich überzeugen, denn nach Kochen mit Hingabe hat es dort nicht geschmeckt. Um eine gute Pizza zu essen, haben wir es bevorzugt nach Italien zu fahren!

Gibt es deutsche Speisen, die du in Frankreich vermisst hast?

Verwandte und Freunde, die uns in Südfrankreich besucht haben, hatten für uns immer grüne Soße, Weißwürste und Brezeln im Gepäck, von daher waren wir gut versorgt.

Welche Speisen hast du in Südfrankreich am liebsten gegessen?

Wenn das Fleisch gut war, waren Schmorgerichte sehr lecker. Wir haben viel Fisch in jeder Form gegessen, Moules Frites (Miesmuscheln mit Pommes Frites), Oliven Tapenade, Nicoiser Vorspeisen à la gefüllte Zucchini (ähnlich den Italienischen).

Vermissen deine Kinder seit eurer Rückkehr nach Deutschland die französische Esskultur?

Eigentlich nicht, denn wir haben zu Hause überwiegend italienisch gekocht. Aber was ihnen fehlt, ist das frische Baguette, Pain au chocolat und Croissants in der original französischen Qualität.

Welche Länderküche fasziniert dich am meisten und warum?

Ich favorisiere ganz klar die italienische Küche. Ich mag die Zutaten und empfinde die Zubereitung italienischer Speisen als wesentlich einfacher, als französische Rezepte und Gerichte. Aber die Thaiküche kommt direkt an zweiter Stelle.

Du bist passionierter Hobbykoch. Welches Gericht kochst du am liebsten und mit welchem machst du die ganze Familie glücklich?

Osso Bucco mit Cremolata!!! Das ist mein Lieblingsgericht und das essen alle sehr gerne.

Lieber Christian, vielen, lieben Dank für das Gespräch. Ich wünsche dir und deiner Familie weiterhin viele köstliche Momente.

Ich danke dir und wünsche dir mit dem Foodlover-Paradiso sehr viel Erfolg!

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